Optimierungstools – PageSpeed Insights von Google

Kaum ein Thema ist im Internet so breit vertreten wie die Suchmaschinenoptimierung. Oft genug handelt es sich dabei um Websites von Trittbrettfahren. Diesen Vorwurf kann man aber Google sicherlich nicht machen. Googles Tool PageSpeed Insights liefert weitgehend objektivierte und im wesentlichen wohl auch hintergedankenfreie Ergebnisse. Grund genug, mal einen näheren Blick auf dieses Werkzeug zu werfen.

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, PageSpeed Insights zu nutzen:

  • als Browser-Plugin für Firefox bzw. Chrome
  • als Online-Tool

Ich gehe davon aus, dass beide Tools im wesentlichen die gleichen Ergebnisse liefern, die optische Aufbereitung der Informationen ist allerdings unterschiedlich. Ich gehe in diesem Beitrag in erster Linie auf das Online-Tool ein.

Google präsentiert die Ergebnisse in zwei Ergebnis-Kategorien:

  • Mobile
  • Desktop

jeweils mit einem Wert bis zu 100 Punkten von 100 möglichen Punkten. Unterhalb von 66 Punkten wird die Ergebnisauswertung rot hinterlegt – hier sollte also etwas getan werden, zwischen 66 und 90 Punkten erscheint gelb, darüber grün.

In beiden Ergebniskategorien werden die Hinweise in 2 Untergruppen gegliedert:

  • Should Fix – hier sollte man etwas tun
  • Consider Fixing – hier geht es noch besser
  • Passed Rules

Bei allen Auswertungen werden 10 Kriterien zugrunde gelegt:

  1. JavaScript- und CSS-Ressourcen, die das Rendering blockieren, in Inhalten „above the fold“ (ohne Scrollen sichtbar) beseitigen
  2. Komprimierung aktivieren
  3. Sichtbare Inhalte priorisieren
  4. Browser-Caching nutzen
  5. Antwortzeit des Servers reduzieren
  6. CSS reduzieren
  7. HTML reduzieren
  8. JavaScript reduzieren
  9. Bilder optimieren
  10. Zielseiten-Weiterleitungen vermeiden

Wenn etwas zu tun ist, dann liefert Google in der Regel weitere Details, z.b. zu den betroffenen Dateien oder stellt Hintergrundinformationen bereit.

JavaScript- und CSS-Ressourcen, die das Rendering blockieren, in Inhalten „above the fold“ (ohne Scrollen sichtbar) beseitigen

Bei dieser Meldung kann zum Beispiel im Detail hingewiesen werden:

  • Verwenden Sie asynchrone Versionen der folgenden Skripte…- in der Hilfe erfährt man dann, dass bspw. für Googles Adsense Anzeigen besser die asynchrone Variante genutzt werden sollte
  • Optimieren Sie die CSS-Darstellung für die folgenden URLs…- hier erfährt man, dass man vor allem für kleinere CSS-Abschnitte besser inline-CSS verwenden sollte, also direkt in den HTML-Code eingebetteten CSS-Code. Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass dieses Vorgehen ambivalent sein kann, wenn die CSS-Codeabschnitte zu umfangreich werden. Außerdem wird angemerkt, dass man inline-CSS direkt an HTML-Elementen vermeiden soll.

Komprimierung aktivieren

Hier wird erklärt, dass durch die Komprimierung der Ressourcen mit „gzip“ oder „deflate“  die Anzahl der über das Netzwerk gesendeten Bytes reduziert werden kann. In der Regel werden dann die einzelnen Ressourcen (meist JavaScript- und CSS-Dateien) aufgelistet, wobei zusätzlich angeführt wird, in welchem Umfang eine Komprimierung zu Einsparungen führt. In der ausführlichen Hilfe erfährt man dann, wie man bei einem Apache-Server mod_deflate aktiviert.

Sichtbare Inhalte priorisieren

Hier geht Google davon aus, dass für die Seite zusätzliche Netzwerk-Roundtrips erforderlich sind, um die ohne Scrollen sichtbaren Inhalte („above the fold“-Inhalte) darstellen zu können. Man soll daher die zur Darstellung von „above the fold“-Inhalten erforderliche HTML-Menge, um eine optimale Leistung zu erzielen.